Amigos erzählen: Felix
Felix mal nachdenklich…….

Uiiiii das kann was werden. Wir alle sind noch ganz entsetzt. Sissi ging nach dem Läuten vor die Türe und kam mit Menschen und einer Kiste zurück. Die Menschen kennen wir. Es sind Paten von zwei Kumpels. Ganz liebe Leute. Aber was ist das????? Neugierig wollten wir in die Kiste spähen, als auch schon ein furchterregendes pfauchen und spucken aus dieser kam. Sissi brachte die Kiste in der sich eine Mutterkatze mit 2 Jungen befand in ein Zimmer. In einem anderen Korb waren nochmals 2 Babys. Diese waren wirklich ganz entzückend. Kaum zu glauben, dass es die Jungen von der Furie sind.

Sissi und die Paten einigten sich auf den Namen OBI für die Furie. Die Katzen wurden bei der Firma OBI in Wr. Neustadt geborgen. In der Halle gab es für die Kleinen zu viele Verletzungsgefahren. Deshalb entschloss man sich schweren Herzens die Katzen zu uns zu bringen. Wahrscheinlich hat sich ein Kleines schon eine leichte Verletzung dort zugezogen, denn nach einer Woche entdeckte Sissi diese am Fuß des Kleinen. Wie groß die Verletzung war, konnte sie damals noch nicht sehen, weil wahnsinnig viel Eiter aus dieser kam. Der Kleine war fast zum sterben. Täglich fuhr Sissi mit diesem zum Tierarzt. Ein riesiger Verband um den ganzen Fuß deckte die Verletzung zu. Erst als kein Eiter mehr kam, verband Sissi den Fuß selber. Wir konnten die schreckliche Verletzung sehen. Diese ist riesengroß und man konnte das Gelenk und die Knochen sehen. Das Loch war so groß wie der ganze Fuß. Schön langsam wird's nun besser. Nur der riesige Verband ist immer noch dran. Es dauert halt eine lange Zeit bis so ein großes Loch zuwächst.

Jedenfalls hat er überlebt. Zum Glück. Wenn wir nun an der Türe lauschen und Sissi mit der kleinen Familie spricht, hören wir ein herumtollen und die Ausgelassenheit junger Katzen, so soll es auch sein. Natürlich hören wir nach wie vor OBI pfauchen, aber das nimmt von uns sowieso keiner mehr ernst, denn Muz-muz ist mal zwischen Sissi`s Beine rein ins Zimmer gestürzt und wir hielten alle den Atem an. Befürchteten schon, dass Muz-muz der nächste Tierarztkanditat sein wird, aber außer einem wilden spucken und pfauchen ist nichts geschehen. Muz-muz kam munter und ohne Verletzungen wieder heraus. Katzen die pfauchen, die kratzen meist nicht. Wir werden uns mit OBI schon arrangieren.

Felix erbost

Manche Katzen haben von anfang an Glück in ihrem Leben, andere wiederum müssen jahrelang um dieses kämpfen. So wie der Heurigen-Dominik.
Eine Tierschutztante und Freundin von Sissi hat vor Jahren Dominik kastrieren lassen und tierärztlich versorgen, weil dieser eine gebrochene Rippe hatte. Sie brachte nach dessen Gesundung den Kater wieder zu dem Heurigen. Man gab ihm dort einen Unterschlupf. Dominik hat sich dann nach Jahren im Nachbarhaus einquartiert und sich über eine richtige Familie gefreut. Er lag fast nur mehr im Haus und ging nur mehr sporadisch die Heurigenbesucher besuchen. Leider war die Frau, die er sich ausgesucht hat, psychisch krank und warf Dominik nach ein paar Monaten wieder auf die Straße.

Eh egal, er kennt ja das streunen und wird sich nicht so schwer tun, waren deren Worte. Die Heurigenbesitzer wollten Dominik aber auch nicht mehr in dem Revier haben, weil er sich mit dem Hauskater streitet. Man hoffte mit Nahrungsentzug und Davonjagen, dass er mal ausbleibt und sich eine neue Bleibe sucht. Eine liebe Familie wollte einem Kater passend zum Alter ihrer Katze ein Daheim geben. Sissi erzählte der Familie von Dominik und dass sie froh wäre, wenn er gleich ein Daheim bekommen könnte und nicht erst eine Zwischenstation in unserem Tierheim durchmachen müsse. Die Familie fuhr einige Male mit zu dem Heurigen und endlich bekamen sie auch Dominik zu Gesicht. Mit Futter ließ er sich auch gleich locken und widerstandslos in den Käfig setzen. Dominik ging auf eine Reise in ein liebevolles Daheim ohne auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit sein zu müssen.

Was denken sich die Menschen eigentlich? Erst wurde er beim Heurigen geduldet und sogar geliebt, weil etliche Menschen seinetwegen zu diesem kamen, denn Dominik liebte Kinder über alles und diese wollten immer zu Dominik. Danach fand er endlich ein Daheim und musste nicht mehr auf dem Traktor schlafen und als er sich richtig wohl fühlte, wurde er wieder rausgeschmissen. Er ging wieder dorthin zurück, wo er jahrelang geduldet war und wurde auf einmal auch von dort weggejagt.

Glauben die Menschen denn ernsthaft, dass wir Katzen keine Seele haben oder auch kein Leid verspüren? Wie ekelig können Menschen sein. Natürlich war Dominik auf den Hauskater böse, denn dieser bekam Futter und als Dominik auch dazu wollte, wurde er verjagt. Klar, dass er seine Wut an dem "geliebten Kontrahenten" ausgelassen hat. Sind wir Tiere so schwer zu verstehen? Wir wollen alle doch nur eines: geliebt und geachtet werden, Futter, einen warmen Schlafplatz. Kurz: Ein liebevolles Daheim.
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