Tiermagazin "AMIGOS"
Natürlich spüren wir die Sorgen die unsere Sissi hat , dennoch wollen wir unsere Bäuchlein gefüllt wissen. Sie macht das schon irgendwie, das wissen wir. Denn im Stich lässt sie uns sicher nicht. Wir hören auch des öfteren, dass sie diese oder jene Katze ablehnen muss aber dennoch dafür sorgt, dass diese ein tolles neues Daheim bekommt und trotzdem kommt es vor, dass sie bei dem ein oder anderen Kumpel keinesfalls "Nein" sagen kann. Daran haben wir uns ja schon gewöhnt. Aber wir verübeln es ihr nicht, denn wir alle wären nicht hier in Sicherheit wenn sie "Nein" gesagt hätte. Sissi bekam erneut einen Anruf und versuchte zu vermitteln, sie hörte ins Telefon und sagte nur, dass sie sofort käme. Wir wussten schon was auf uns alle zukommt. Ein neuerlicher Fresser- Wetten???? Wette gewonnen. Sie kam mit einem Kater- oder zumindest sollte es einer sein. Na, der sah schrecklich aus. Überall kam Eiter aus ihm. Aus dem Auge, aus dem Beinchen und der Schwanz war gänzlich offen. Blutig, eingerissen. Na ja, in Großem und Ganzen tat er uns unendlich leid. Sooooo dürr und dennoch einen sooooo großen Bauch. Aber das kam vom Hungern meinte der Tierarzt. Diesem gaben wir gerne was von unserem Fressen ab. Diese halbe Portion war dem Hungertod nahe. Zumindest hatte es den Anschein. Also was diesem Katerchen widerfahren ist, wissen wir nicht, aber es war sicher eine schreckliche Vorgeschichte. Wir vermuten, dass diese halbe Portion irgendwo eingesperrt war. Er war ausgetrocknet und ausgezerrt. Er erzählt uns aber nichts aus seiner Vergangenheit. Erst ab dem Zeitpunkt seiner Rettung spricht er. Aber das soll er euch selber erzählen. ……….

Hallo , man nennt mich nun Stoffl und ich möchte euch ein bisschen über meine Rettung erzählen.

Es war kalt, bitterkalt. Ich stand hungrig und durstig und ausgelaugt in einem Garten. Eine liebe Dame erblickte mich und brachte mir Essensreste in den Garten. Sie ließ die Türe zu ihrem warmen Daheim geöffnet. Ich nahm drei Bissen und lief schnurstracks an ihr vorbei in die Wärme. Ihr Daheim war kuschelig warm. Sie ließ die Türe offen und hoffte, dass ich wieder von Dannen ziehe. Aber das wollte ich nicht. Nein, zuviel habe ich gehungert und gefroren. Bitte lass mich hier. Die liebe Frau die mich gefüttert hat, rief Sissi an und erzählte ihr wie schrecklich krank und mager ich aussehe. Sie selber könne mich nicht behalten, aber die Dame wusste, dass wenn sie mich wieder auf die Strasse setzen würde, es mit Sicherheit meinen baldigen Tod bedeuten würde. Auf die Straße hätte ich mich sowieso nicht mehr setzen lassen, denn ich wehrte mich wieder in die Kälte zu gehen. Trotz offener Türe hockte ich wie angemeiselt in der Wärme. Sissi kam auch gleich um mich abzuholen. Ich merkte, dass sie entsetzt über mein Aussehen war aber sie war so lieb zu mir. Sie machte mir ein "kuscheliges Bettchen" und verwöhnte mich mit vielen ganz kleinen Mahlzeiten die ganze Nacht über. Sie meinte, dass ich nicht so viel auf einmal fressen darf, weil ich so unterernährt war. Ich spürte seit Langem Wärme, kein Hungergefühl mehr und auch Liebe.

Sissi streichelte mich unentwegt und ich schlief selig in ihren Armen ein. Am nächsten Tag schleppte sie mich gleich zu ihrem Tierarzt. Auch diesen mochte ich auf Anhieb. Der strahlte auch so viel Herzlichkeit aus. Ich musste gleich zeigen, wie sehr ich schmusen kann. Ich zeigte mich überhaupt von der besten Seite, denn ich wollte unter keinen Umständen ein warmes Daheim verlieren. Er nahm Blut ab, das tat ein bisschen weh, gab mir Infusionen und viele Spritzen und dennoch schmuste ich mit ihm. Ich spürte, dass er mich mag. Ich hörte, dass er für mich wenig Hoffnung sieht, aber Sissi meinte, dass ich ein Kämpfer bin und ich konnte sie doch nicht enttäuschen. Ich musste gesund werden.

Meine Leberwerte waren durch das viele Hungern sehr schlecht und ausserdem waren meine Schleimhäute ganz blass. Im Grossen und Ganzen war ich in einem ganz erbärmlichen Zustand. Ich musste erst zunehmen, bevor man mich operieren konnte. Überall.

Im Goscherl und am Bein und Kastrieren und und…. Ach mir wurde schwummelig als ich das alles vernommen habe und dennoch wollte ich mitmachen und schnell gesund werden. Eine Astronautenkost zusätzlich verhalf mir zu einer schnellen Gewichtszunahme. Von 1,60 auf 3kg in kürzester Zeit. Kurz vor der angesetzten OP ging mir ein Stückchen Schwanz ab. Der fiel einfach ab. Das Blut und das Stückchen Schwanz abseits schockten meine Sissi sehr. Aber auch das haben wir mittlerweile im Griff. So, wie auch schon die gefürchtete Operation.

Sissis Freundinnen gaben mir den Namen Stoffl auf den ich sofort gehört habe. Ich bin soooo anhänglich und gehe Sissi und Franzi auf Schritt und Tritt nach. Ich liebe überhaupt alles. Alle Katzen, die Haushunde, Vögel, einfach alles. Ich bin überglücklich leben zu dürfen und das zeige ich meinen Rettern auch mit jeder einzelnen Sekunde. Und weil alle behaupten, dass ich ein so übersüsses Wesen habe und soooo arm war, habe ich auch schon eine Patin gefunden. Dieser möchte ich hier recht herzlich danken. Danke an die Frau die mir Essen rausgestellt hat und dafür gesorgt hat, dass ich Hilfe erhalte und Danke an Sissi dass sie mir die Chance gab zu leben und danke an die Patin, dass ich nun die Chance habe weiter sorgenfrei das herrliche Leben geniessen zu dürfen. Auf den Bildern seht ihr mich als Kümmerling und auf dem anderen Bild seht ihr mich nun in meiner stolzen Schönheit. Ach, ist das Leben herrlich.

Danke euch Rettern.
Euer Stoffl
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